| Montag, 31. März 2003, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal Dr. Klaus Jürgen Herrmann Stadtarchiv Gmünd & Gmünder Geschichtsverein e.V. Zur Geschichte der Juden in Schwäbisch Gmünd im Mittelalter
(ld/nf) In
einem etwa 30 minütigen Vortrag gab uns Dr. Klaus-Jürgen Herrmann
einen kleinen Einblick in das Leben der Gmünder Juden zu mittelalterlicher
Zeit. Hauptsächlich handelte der Vortrag von Geldern und Abgaben der
Juden. Anhand der im Stadtarchiv verbliebenen Steuerlisten und alten Dokumenten
kann man heute die Geldgeschäfte der Juden nachverfolgen. 50% ihrer
Einnahmen mussten die Juden an die königliche Kammer abgeben. Oft kam
es auch vor, dass Schulden an Juden nicht mehr ausgezahlt wurden.
Schon
1241 wurde in Gmünd eine erste große Judensiedlung vermerkt, mit
eigener Synagoge, rituellem Bad, Judenmühle und eigenem Judenfriedhof.
Doch schon damals waren die Juden Außenseiter z. B. war/ist (?) an
der Johanniskirche ein Spottbild über die Juden/das Judentum angebracht.
Im Jahre 1348 fand ein Judenpogrom statt, weil man den Juden Brunnenvergiftung
vorwarf, die angeblich zur Pest führte.
Im
Laufe der Zeit kamen immer wieder Juden nach Gmünd, da sie hier großen
Handel trieben und gute Geschäfte machen konnten. Sie wurden in der
Stadt akzeptiert, mussten jedoch exorbitante Stadtsteuern zahlen.
1498
wurde den Bürgern verboten, bei Juden Geld zu leihen. 1501 wurden die
Juden vorläufig für zehn Jahre aus der Stadt verbannt. 1521 erhielten
sie dann endgültig Stadtverbot und unter den »Nichtjuden« entwickelte
sich eine judenfeindliche Ideologie.
Nach
angemessener Zeit endete der Vortrag. Es blieb noch Zeit, Fragen, die man
unbedingt loswerden wollte, an Klaus-Jürgen Herrmann zu stellen.
Weitere
Informationen (Dr. Klaus Jürgen Herrmann/vk) :
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Der
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Dr. Klaus
Jürgen Herrmann
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Tel.: (07171) 603-4151
Fax : (07171) 603-4159
juergen.herrmann@schwaebisch-gmuend.de
 | Begleitprogramm Dienstag, 11. März bis Samstag, 12. April 2003, Stadtbibliothek Medienausstellung »Kalte Zeiten« mit Büchern, Filmen und CD-ROMs zum Nationalsozialismus Stadtbibliothek Schwäbisch Gmünd Donnerstag, 13. März bis Sonntag, 13. April 2003, Prediger, Innenhof Kunstwerk des Monats Museum für Natur und Stadtkultur Schwäbisch Gmünd März Donnerstag, 13. März, 19.00 Uhr, Prediger, Innenhof Eröffnung der Ausstellung durch Bürgermeister Dr. Joachim Bläse Mit Anja Mittermaier vom Anne Frank Zentrum Berlin e.V. Musikalischer Rahmen: Katharina Rodi, jiddische Lieder Kulturbüro Schwäbisch Gmünd Freitag, 14. März, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal »Hat der Antisemitismus seine Wurzeln im Christentum?« Bericht von einem Studienjahr in Jerusalem und ein Versuch zu verstehen. Referent: Eckhard Benz-Wenzlaff Evangelische Kirchengemeinde Großdeinbach Montag, 17. März, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal Antisemitische Filmpropaganda Filmvorführung »Der ewige Jude« mit anschließender Diskussion. Moderation: Dr. Bernd Kleinhans Gmünder Geschichtsverein e. V./Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd Donnerstag, 20. März, 10.00 Uhr und 12.00 Uhr, Theaterwerkstatt »Aus dem Tagebuch der Anne Frank« Württembergische Landesbühne Esslingen Theaterwerkstatt Schwäbisch Gmünd e.V. Freitag, 21. März, 19.00 Uhr, Prediger, großer Saal Konzert der Musikschule Schüler, Lehrkräfte und Gäste der Musikschule spielen Werke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Musik von jüdischen Komponisten Städtische Musikschule Samstag, 22. März, 14.00 Uhr bis 17.45 Uhr, Treffpunkt: Bahnhof Exkursion zur Museumssynagoge und zum jüdischen Friedhof in Bopfingen-Oberdorf Führung: Dr. Felix Sutschek, Kulturamtsleiter Bopfingen Gmünder VHS Dienstag, 25. März, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal »Die württembergischen Christen und die Judenfrage im Dritten Reich: Das Zögern der kirchlichen Obrigkeit« Referent: Prof. Dr. Manfred Köhnlein »Der Mut einzelner Christen« Referent: Prof. Dr. Josef Seubert Kulturbüro Schwäbisch Gmünd Donnerstag, 27. März, 20.00 Uhr, Congress-Centrum Stadtgarten »Andorra« von Max Frisch Württembergische Landesbühne Esslingen 19.15 Uhr: Einführung Kulturbüro Schwäbisch Gmünd Montag, 31. März, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal »Zur Geschichte der Juden in Gmünd im Mittelalter« Referent: Dr. Klaus-Jürgen Herrmann. Gmünder Geschichtsverein e.V./Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd April Donnerstag, 3. April, 19.00 Uhr, Prediger, Refektorium Klezmermusik und jiddische Lieder Konzert mit Katharina Rodi und Ensemble Cholem Freitag, 4. April, 15.00 bis 16.30 Uhr, Treffpunkt Kornhaus Alternative Stadtführung zu jüdischen Stätten in Schwäbisch Gmünd Führung: Ortrud Seidel Montag, 7. April, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal »Wie ich dazu kam, ein Buch über Gmünder Juden zu schreiben« Autorin und Referentin: Ortrud Seidel Mittwoch, 9. April, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal »Rechtsextremismus heute. Ein Überblick« Referent: Horst Neumaier, stellv. Referatsleiter der Abteilung Rechtsextremismus beim Landesamt für Verfassungsschutz, Stuttgart. Bürgerinitiative gegen Fremdenfeindlichkeit Sonntag, 13. April, 15.00 Uhr, Prediger, Innenhof Finissage der Ausstellung »Ich sehne mich so –Die Lebensgeschichte der Anne Frank« Lesung mit Mirjam Pressler Frauenbeauftragte/Kulturbüro Schwäbisch Gmünd |