Donnerstag, 13. März bis Sonntag, 13. April 2003
Anne Frank
– eine Geschichte für heute

Eine Ausstellung des Anne Frank Zentrum Berlin e.V.
Kulturbüro Schwäbisch Gmünd

 

Sonntag, 13. April, 15.00 Uhr, Prediger, Innenhof
Finissage der Ausstellung
»Ich sehne mich so –
Die Lebensgeschichte der Anne Frank«

Erstaunlich viele Leute hatten sich im Innenhof des Predigers versammelt, um gemeinsam die Finissage der Ausstellung »Anne Frank-eine Geschichte für heute« zu feiern. Ralph Häcker, der Leiter des Kulturbüros, begann mit einem kurzen Rückblick: Die Anne Frank-Ausstellung war direkt von Schweinsfurt nach Schwäbisch Gmünd gekommen und wird nun weiter nach Hamburg ziehen. Damit war die Wanderausstellung zum erstenmal in Württemberg.

Beobachter erklärten die Anne Frank-Ausstellung zur »bestbesuchten Ausstellung im Innenhof des Predigers«. Wahrlich war die Ausstellung sehr erfolgreich: 3000 Besucher innerhalb eines Monats, davon 650 Teilnehmer an einer der insgesamt 77 von Jugendlichen ausgeführten Führungen.

Mit Dank an den Trägerkreis des Begleitprogrammes und vor allem Dank an die Projektleiterin Mirjam Drabe-Soer, übergab Herr Häcker das Wort an Mirjam Pressler. Diese wies zunächst daraufhin, dass Annes Tagebuch, das inzwischen rund vierzig Millionen mal verkauft worden ist, eines der meistgelesenen Bücher der Welt ist.

Anschließend begann Mirjam Pressler mit einem Vortrag, der die Lebensgeschichte der Anne Frank zusammenfasste. Dabei ging sie besonders auf Otto Frank und Hannah Goslar ein. Hanneli war streng religiös und alles was Anne über das Judentum wusste, hatte sie von Freundin Hanneli. Mirjam Pressler erzählte auch genaueres über die Entstehung des Tagebuchs und über Annes ungeschriebenes, letztes Kapitel ihres Lebens. »Annes Leben endete nicht mit dem Ende ihres Tagebuchs«, so Mirjam Pressler.

Nach diesen Einblicken in Annes Leben beendete Elke Heer (Frauenbeauftragte) die Finissage und damit die so erfolgreich ausgefallene Ausstellung: »‘Hier endet Annes Tagebuch‘, so endet das Tagebuch. Nun bin ich versucht zu sagen, ‚Hier endet die Ausstellung Anne Frank-eine Geschichte für heute‘, aber ich weiß, dass Annes Geschichte auch noch eine Geschichte für morgen ist.«

Frauenbeauftragte/Kulturbüro Schwäbisch Gmünd

Begleitprogramm

Dienstag, 11. März bis Samstag, 12. April 2003, Stadtbibliothek
Medienausstellung »Kalte Zeiten«
mit Büchern, Filmen und CD-ROMs zum Nationalsozialismus
Stadtbibliothek Schwäbisch Gmünd

Donnerstag, 13. März bis Sonntag, 13. April 2003, Prediger, Innenhof
Kunstwerk des Monats
Museum für Natur und Stadtkultur Schwäbisch Gmünd

März
Donnerstag, 13. März, 19.00 Uhr, Prediger, Innenhof
Eröffnung der Ausstellung
durch Bürgermeister Dr. Joachim Bläse
Mit Anja Mittermaier vom Anne Frank Zentrum Berlin e.V.
Musikalischer Rahmen: Katharina Rodi, jiddische Lieder
Kulturbüro
Schwäbisch Gmünd

Freitag, 14. März, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal
»Hat der Antisemitismus seine Wurzeln im Christentum?«
Bericht von einem Studienjahr in Jerusalem und ein Versuch zu verstehen. Referent: Eckhard Benz-Wenzlaff
Evangelische Kirchengemeinde Großdeinbach

Montag, 17. März, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal
Antisemitische Filmpropaganda
Filmvorführung »Der ewige Jude«

mit anschließender Diskussion. Moderation: Dr. Bernd Kleinhans
Gmünder Geschichtsverein e. V./Stadtarchiv
Schwäbisch Gmünd

Donnerstag, 20. März, 10.00 Uhr und 12.00 Uhr, Theaterwerkstatt
»Aus dem Tagebuch der Anne Frank«
Württembergische Landesbühne Esslingen
Theaterwerkstatt Schwäbisch Gmünd e.V.

Freitag, 21. März, 19.00 Uhr, Prediger, großer Saal
Konzert der Musikschule
Schüler, Lehrkräfte und Gäste der Musikschule spielen Werke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Musik von jüdischen Komponisten
Städtische Musikschule

Samstag, 22. März, 14.00 Uhr bis 17.45 Uhr, Treffpunkt: Bahnhof
Exkursion zur Museumssynagoge und zum jüdischen Friedhof in Bopfingen-Oberdorf
Führung: Dr. Felix Sutschek, Kulturamtsleiter Bopfingen
Gmünder VHS

Dienstag, 25. März, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal
»Die württembergischen Christen und die Judenfrage im Dritten Reich: Das Zögern der kirchlichen Obrigkeit«
Referent: Prof. Dr. Manfred Köhnlein
»Der Mut einzelner Christen«
Referent: Prof. Dr. Josef Seubert
Kulturbüro
Schwäbisch Gmünd

Donnerstag, 27. März, 20.00 Uhr, Congress-Centrum Stadtgarten
»Andorra« von Max Frisch
Württembergische Landesbühne Esslingen
19.15 Uhr: Einführung
Kulturbüro
Schwäbisch Gmünd

Montag, 31. März, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal
»Zur Geschichte der Juden in Gmünd im Mittelalter«
Referent: Dr. Klaus-Jürgen Herrmann.
Gmünder Geschichtsverein e.V./Stadtarchiv
Schwäbisch Gmünd

April
Donnerstag, 3. April, 19.00 Uhr, Prediger, Refektorium
Klezmermusik und jiddische Lieder
Konzert mit Katharina Rodi und Ensemble Cholem

Freitag, 4. April, 15.00 bis 16.30 Uhr, Treffpunkt Kornhaus
Alternative Stadtführung
zu jüdischen Stätten in Schwäbisch Gmünd

Führung: Ortrud Seidel

Montag, 7. April, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal
»Wie ich dazu kam,
ein Buch über Gmünder Juden zu schreiben«

Autorin und Referentin: Ortrud Seidel

Mittwoch, 9. April, 19.00 Uhr, Prediger, kleiner Saal
»Rechtsextremismus heute. Ein Überblick«
Referent: Horst Neumaier, stellv. Referatsleiter der Abteilung Rechtsextremismus beim Landesamt für Verfassungsschutz, Stuttgart.
Bürgerinitiative gegen Fremdenfeindlichkeit

Sonntag, 13. April, 15.00 Uhr, Prediger, Innenhof
Finissage der Ausstellung
»Ich sehne mich so
–Die Lebensgeschichte der Anne Frank«

Lesung mit Mirjam Pressler
Frauenbeauftragte
/Kulturbüro Schwäbisch Gmünd