Donnerstag, 13. März bis Sonntag, 13. April 2003
Anne Frank
– eine Geschichte für heute

Eine Ausstellung des Anne Frank Zentrum Berlin e.V.
Kulturbüro Schwäbisch Gmünd

 

Von der Ausstellung zum Projekt

Aktive Auseinandersetzung
Ziel der internationalen Ausstellung »Anne Frank – eine Geschichte für heute« ist es, dass sie nicht nur passiv besucht wird, sondern zur vielfältigen Auseinandersetzung mit Toleranz, Menschenrechten und Rassismus anregt. Dieses Anliegen wird von einem vielschichtigen, modernen pädagogischen Konzept unterstützt, das vom Anne Frank Haus in Amsterdam entwickelt und bereits in vielen Ländern umgesetzt wurde.

Pädagogisches Konzept
Anne Frank schrieb ihr Tagebuch im Alter von 13 bis 15 Jahren, was besonders Jugendlichen einen guten Zugang zu den zeitgeschichtlichen Ereignissen ermöglicht. Davon ausgehend wurde die Ausstellung gezielt für die Arbeit mit Gruppen gestaltet: Großformatige Fotos in den Dachkonstruktionen der Pavillons (»Ankerfotos«) können von allen Gruppenmitgliedern gleichzeitig betrachtet werden, die erläuternden Texte sind klar und verständlich formuliert, und ein kommunikativer Ausstellungsbesuch wird durch thesenartige Verbindungen zwischen Damals und Heute angeregt.

Jugendliche begleiten Jugendliche
Seit Jahren machen wir gute Erfahrungen damit, dass junge Ehrenamtliche die Begleitung für Jugendgruppen und Schulklassen in der Ausstellung übernehmen. Es steht also kein »Spezialist« vor der Gruppe, sondern der Wissens- und Altersunterschied ist häufig gering. Dadurch wird der Dialog zum zentralen Bestandteil der Begleitung und ermöglicht beiden Seiten Wissens- und Erfahrungsaneignung. Die Ausstellung bietet dafür den inhaltlichen Hintergrund und gibt optimal Raum für die Auseinsandersetzung mit den angesprochenen Themen. Für die Begleiterinnen und Begleiter selbst ist die verantwortliche Mitarbeit am Ausstellungsprojekt oft eine prägende Erfahrung.
Mit Begleitung ist jedoch nicht nur eine dialogorientierte Führung durch die Ausstellung gemeint. Auch das Vorführen eines Videofilms und das reflektierende Gespräch mit der Gruppe über das Gesehene und Gehörte gehören dazu.
Zur Vorbereitung der Begleiterinnen und Begleiter auf ihre Aufgabe dient unser zweitägiges Trainingsseminar. Unter der Leitung eines Teamers/einer Teamerin vom Anne Frank Zentrum wird der historische Hintergrund, die Ausstellung selbst und der Umgang mit Gruppensituationen thematisiert. Zum Abschluss des Projekts werden die Erfahrungen in der Ausstellung gemeinsam ausgewertet.

Gemeinschaftsprojekt
Das Ausstellungsprojekt lebt darüber hinaus von lokalen Aktivitäten mit möglichst vielen Beteiligten. Dieses Rahmenprogramm sieht in jedem Ort anders aus. Dazu eignen sich Dokumentationen der historischen Spurensuche vor Ort, Zeitzeugengespräche, Vorträge, Aktionen, Studienfahrten, Filmvorführungen, Lesungen, Podiumsgespräche und anderes mehr. Schülerinnen und Schüler sollten an all dem maßgeblich als Initiatoren und Durchführende beteiligt sein.

Fortbildung
Das Anne Frank Zentrum führt als weiteren Impuls für das lokale Projekt Fortbildungsseminare für Pädagoginnen und Pädagogen durch. Anne Franks Geschichte bietet eine Vielzahl von thematischen Ansatzpunkten, mit denen eine Verbindung zwischen der NS-Geschichte und heute hergestellt werden kann. In den Seminaren werden Methoden wie Kreatives Schreiben, Thesenspiele u.a. vorgestellt, die den Unterricht bereichern können. Darüber hinaus werden die pädagogischen Materialien (Bücher und Videos) des Anne Frank Hauses Amsterdam präsentiert, die interkulturelles Zusammenleben und Toleranz anschaulich zum Thema machen.

Ausstellung

Inhaltliche Beschreibung der Ausstellung

Inhalt und Aufbau der Ausstellung

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